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Im Sinne von Krishnamurti

Wirkliche Veränderung geschieht nur durch wirkliche Wahrnehmung.
Echtes Wahrnehmen ist ein unmittelbares Sein mit dem, was ist.
Es ist nicht von Gedanken begleitet, von Vergleichen und Bewerten, noch nicht einmal von Benennen.
Der Beobachter ist dann eins mit dem Beobachteten.
Daraus kommt der Wandel, der im Sinne des großen Ganzen ist.
Er kommt nicht aus unserem Denken, unserem Wollen, er will nicht das eine durch das andere ersetzen.
Wahre Veränderung lässt das ganz Andere erscheinen, was schon immer da ist.

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Jiddu Krishnamurti (1895 – 1986) verfügte über besonders tiefe Einsichten in das Wesen unseres Geistes. Er sah, wie wir unsere Probleme und unsere Angst selber machen und dass all unsere Konflikte damit zusammenhängen, dass das Denken im Vordergrund unseres Seins steht. Bis kurz vor seinem Tod hielt er sein Leben lang Vorträge in der ganzen Welt darüber, wie der Mensch frei werden könnte.
Krishnamurti lehrte ohne Bezug auf irgendeine Tradition, Religion oder Philosophie und lehnte jede Art von Autorität ab. Kein Glaube, keine Befolgung von Ritualen, keine Meditationstechnik könne eine grundsätzliche Befreiung bringen, sagte er. Nur durch sich selber, durch das direkte Anschauen dessen, was gerade geschieht, könne der Mensch vom selbst erzeugten Leid frei werden.
Es ist uns ein Anliegen, mit unseren Veranstaltungen zur Verbreitung der Erkenntnisse Krishnamurtis beizutragen.

Wir bieten dazu regelmäßig dreistündige Gesprächskreise und Tagesveranstaltungen an, die Krishnamurti gewidmet sind.


 

Gesprächskreis/Krishnamurti-Nachmittage

Seit vielen Jahren kommen in Fischbachtal regelmäßig Menschen zusammen, die sich für Krishnamurtis Lehre interessieren.
Wir sitzen zusammen und sprechen miteinander in einer ruhigen Atmosphäre über wesentliche Fragen des Lebens. Jede/r ist willkommen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Wir zeigen i.a. ein deutsch untertiteltes Video als Gesprächsgrundlage.
Termine: 25.2., 22.4., 24.6.2018, jeweils von 15.30 bis 18.30 Uhr.
Wir bitten jeweils um rechtzeitige Anmeldung.



Krishnamurti – Tage

(zusammen mit Manfred Schneider)

„Krishnamurti verstehen“

Wir wollen an diesen Tagen die wesentlichen Grundzüge der Einsichten Krishnamurtis anschauen und ihre praktische Umsetzung ins Leben untersuchen.
Mit diesen Treffen richten wir uns an Menschen, die ein tieferes Verständnis der Aussagen Krishnamurtis suchen. Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht erforderlich.
Die Teilnahme ist kostenlos.

Termine und Themen:
20. Januar 2018,  Freiheit und Autorität

„It is one of the most difficult things to be free of authority, both the outer and the inner. Inner authority is the consciousness of experience, consciousness of knowledge. And outward authority is the State, the party, the group, the community. A man who would find reality must shun all authority, external and inward.“
Es ist eines der schwierigsten Dinge, frei von Autorität zu sein, sowohl im Äußeren als auch im Inneren. Innere Autorität ist das Bewusstsein der Erfahrungen, das Bewusstsein des angesammelten Wissens. Und die äußere Autorität ist der Staat, die Partei, die Gruppe, die Gemeinschaft. Ein Mensch, der die Wirklichkeit finden will, muss sich jeglicher Autorität verweigern, äußerlich und innerlich.

Weil wir Angst haben, weil wir Unsicherheit nicht aushalten, weil wir etwas erreichen wollen, suchen wir uns Autoritäten. Einer Autorität zu folgen, verhindert jedoch Freiheit, weil es unweigerlich zur Abhängigkeit führt und das eigenständige Wahrnehmen dessen, was ist, beeinträchtigt.
Auch unser Selbst, das Ich, stellt eine Autorität dar, die uns behindert. Das Selbst setzt sich zusammen aus den Erfahrungen, dem im Gedächtnis gespeicherten seelischen Erleben.
Es ist insofern eine Autorität, als wir uns daran orientieren und unsere Einschätzungen, unser Handeln danach ausrichten. Aber das Ich ist vielfach gespalten, hat einander widersprechende Ansichten und Wünsche.
Solange wir dem Ich, also dem Denken, die Führung überlassen, verstehen wir unter Freiheit bestenfalls, tun und lassen zu können, was dieses Ich gerade will.

Es geht Krishnamurti um die Freiheit vom Selbst, vom Ich.
Freiheit und das Gefühl, ein Ich zu sein, sind nicht miteinander vereinbar.
Nur im direkten, nicht ausweichenden, nichts wollenden Wahrnehmen dessen, was gerade der Fall ist, ist Freiheit zu finden.

10. März  Das Heilige
5. Mai,  Wahlloses Gewahrsein
7. Juli, Meditation
8. September,  Der Spiegel der Beziehung
24. November,  Konditionierung: Gefangene der Vergangenheit
— jeweils von 11 bis 17 Uhr

Das Unbekannte kann nicht von dem her begriffen werden, was wir schon wissen.
Was wir erfassen können, ist lediglich eine Vorstellung,
die sich aus dem Bekannten zusammensetzt.
Die totale Ablehnung des Bekannten ist das Wesen der Freiheit.
Meditation ist die Abwesenheit allen Wissens.
Meditation ist ein Zustand ohne Ich.

Was wäre das für ein Leben, wenn wir im direkten Wahrnehmen blieben
und das Denken nur benutzten, wenn wir es brauchen?

 

Alle obigen Treffen finden statt in:
64405 Fischbachtal/Niedernhausen, Hindenburgstr. 18
Anmeldung per Mail oder telefonisch
Ernst und Christine Adams, Tel. 06166-8272
www.yoga-praxis.dewww.kriegerkreis.de



Literatur:

„Wahrnehmen mit allen Sinnen“, Interview zu Krishnamurti, 2014, (Download-Link)
„Die radikale Veränderung des Bewusstseins“, Die Essenz der Lehre Krishnamurtis, 2015, (Download-Link)
„Der Weg zur Stille“, 2016 (Download-Link)
Introduction page in English: http://discover.kfa.org/OnKrishnamurti

Bücher von Krishnamurti zum Einstieg:
–  „Einbruch in die Freiheit“
–  „Selbsterkenntnis: Auf dem Weg zum befreiten Geist“
–  „Mensch sein“
–  „Schöpferische Freiheit“ (orig. „The First and Last Freedom“)